Organuhr

Das Wissen um die richtigen Zeitpunkte, nämlich die Minimalzeiten und Maximalzeiten – also des höchsten und niedersten Energie- und Blutflusses in den einzelnen Organen- kann zu einer kontrolliert vernünftigen Lebensweise und damit zu einem deutlich verbesserten Allgemeinbefinden verhelfen.
Die Kenntnis der organischen Bestzeit könnte aber auch dazu führen, dass Sie mit eingefahrenen und unzulänglichen Lebensgewohnheiten gründlich aufräumen, Medikamente endlich einmal zur „richtigen Zeit“ einnehmen, und organischen Schwächen oder Erkrankungen leichter auf die Spur kommen.

Organe arbeiten nicht rund um die Uhr mit gleichbleibender Kraft. Sie haben Maximalzeiten mit besonders hoher Leistungskraft, und sie haben Minimalzeiten mit schwacher Leistung, die man mit Ruhezeiten vergleichen könnte.

Diese Zeiten hat man in Uhrzeiten festgehalten, und diese gelten – das ist besonders zu beachten- entsprechend der Normalzeit, also der Winterzeit.

Vielleicht wird jetzt so mancher verstehen, warum die Umstellung auf die Winterzeit bei Menschen (und auch bei Tieren) kaum ohne größere oder kleinere körperliche Probleme abgeht, denn auch wenn wir uns an die Zeitumstellung gewöhnen, der Organismus bleibt seinem angestammten Rhythmus treu.

Wozu wir die organische Uhr nutzen können:
Treten Beschwerden häufig zur gleichen Tages- oder Nachtzeit auf, dann könnte ein Blick auf die Organuhr klären, welches Organ zu genau dieser Zeit seine stärkste oder schwächste Leistung hat.

Dazu ein Beispiel: Wer nach dem Abendessen häufig über Blähungen, Völlegefühl oder gar Magenschmerzen klagt, das Mittagessen aber gut verträgt, dem wird ein Blick auf die Organuhr vielleicht verraten, dass er sein Abendessen just zu der Zeit, nämlich zwischen 19 und 21 Uhr einnimmt, wo der Magen die schwächste Leistung erbringt. Die Magenbeschwerden sind also logisch, und könnten durch eine geänderte Essenzeit vermieden werden.

Ein weiter Nutzen der Organuhr wäre, Medikamente genau dann zu nehmen, wenn das jeweilige Organ sie besonders gut verarbeitet. Zur falschen Zeit genommen kann die Wirkung von Medikamenten fast auf Null sinken. Der Satz „die Medikamente helfen mir nicht“, ist oft nur die Folge einer zeitlich falschen Einnahme. Sprechen Sie einmal mit Ihrem Arzt darüber.

Die Uhr, nach der unsere Organe arbeiten:
Lunge
Maximalzeit 03-05 Uhr
Minimalzeit 15-17 Uhr

Dickdarm
Maximalzeit 05-07 Uhr
Minimalzeit 17-19 Uhr

Magen
Maximalzeit 07-09 Uhr
Minimalzeit 19-21 Uhr

Milz-Pankreas
Maximalzeit 09-11 Uhr
Minimalzeit 21-23 Uhr

Herz
Maximalzeit 11-13 Uhr
Minimalzeit 23-01 Uhr

Dünndarm
Maximalzeit 13-15 Uhr
Minimalzeit 01-03 Uhr

Blase
Maximalzeit 15-17 Uhr
Minimalzeit 03-05 Uhr

Niere
Maximalzeit 17-19 Uhr
Minimalzeit 05-07 Uhr

Perikard und Kreislauf
Maximalzeit 19-21 Uhr
Minimalzeit 07-09 Uhr

Drei Erwärmer
Maximalzeit 21-23 Uhr
Minimalzeit 09-11 Uhr

Gallenblase
Maximalzeit 23-01 Uhr
Minimalzeit 11-13 Uhr

Leber
Maximalzeit 01-03 Uhr
Minimalzeit 13-15 Uhr

Erklärung:
Die Chinesische Medizin fügt in die Uhr der Organe den „Drei Erwärmer“ und das „Perikard“ ein. Unter dem „Drei Erwärmer“ versteht man einen Funktionskreis, der für das Zusammenspiel der drei Leibeshöhlen (unterhalb des Nabels, zwischen Nabel und Zwerchfell, oberhalb des Zwerchfells) zuständig ist und als „Weg der Ernährung“ bezeichnet wird. Das „Perikard“ umgibt und schützt das Herz.

Das geschieht während der Maximalzeiten unserer Organe, deren „Arbeitstag“ um 3 Uhr morgens beginnt:
3 bis 5 Uhr – Maximalzeit der Lunge

Dekompensierte Herzschwäche zeigt sich oft durch Wachwerden und Atemnot zwischen 3 und 5 Uhr, wenn die Lunge auf Hochtouren arbeitet. Auch leichtes Frösteln zeigt die Aktivität der Lunge an, denn die Haut gehört zum Subsystem der Lunge. Die meisten Menschen decken sich um diese Zeit fester zu und schütteln die Kissen höher auf. Wer jetzt frische Luft in den Schlafraum läßt, unterstützt die Lunge.

5 bis 7 Uhr – Maximalzeit des Dickdarmes

90% der Menschen verrichten während der morgendlichen Maximalzeit, ihren Stuhlgang. Wer damit Probleme hat, könnte Abhilfe schaffen, indem er gegen 5 Uhr ein großes Glas Wasser trinkt.

7 bis 9 Uhr – Maximalzeit des Magens

Während der Maximalzeit geht die Verdauung am reibungslosesten vor sich. Die Volksempfehlung, morgens wie ein Kaiser zu speisen, macht also durchaus Sinn . 12 Stunden später , nämlich zwischen 19 und 21 Uhr arbeitet der Magen so gut wie gar nicht, und die Nahrung bleibt bis zum anderen Morgen im Magen liegen. Die Empfehlung, nach 19 Uhr nichts mehr zu essen, hat also nichts mit Schlankheitswahn, sondern sehr viel mit Gesundheit zu tun.

9 bis 11 Uhr – Maximalzeit der Milz/Pankreas

Während dieser Zeit setzt die Bauchspeicheldrüse die meisten Enzyme frei. Die geistige Lernfähigkeit ist jetzt optimal, Prüfungen werden am besten bewältigt. Operative Eingriffe verlaufen ohne Entzündungen und mit guter und rascher Wundheilung.

11 bis 13 Uhr – Maximalzeit des Herzens

Beim Herzen macht die Maximalzeit eine Ausnahme: Das dieses Organ rund um die Uhr kontinuierlich arbeitet, dient die Maximalzeit dem Organ als Regenerationsphase und sollte daher in dieser Zeitspanne besonders geschont werden. Sport, Stress, körperliche Anstrengung, aber auch operative Eingriffe und aufwändige Zahnbehandlungen (vor allem an Weisheitszähnen) sollten in dieser Phase vermieden werden.

13 bis 15 Uhr – Maximalzeit des Dünndarms

In dieser Aktivphase braucht der Dünndarm optimale Blutversorgung. Wer das durch Muskelarbeit verhindert, muss mit Verdauungsproblemen rechnen. Ideal: Mittagsruhe mit hochgelagerten Beinen. Dann funktionierts auch mit der Verdauung!

15 bis 17 Uhr – Maximalzeit der Blase

Während dieser Zeit wird der meiste Urin ausgeschieden. Wer clever ist, hat von morgens bis 15 Uhr viel getrunken und begünstigt die gesunde Wasserausscheidung.

17 bis 19 Uhr – Maximalzeit der Nieren

Blutreinigende Teemischungen, Wasser ohne Kohlensäure und wässriges Obst werden jetzt wunderbar verarbeitet und unterstützen die Entgiftungsarbeit der Nieren.

19 bis 21 Uhr – Maximalzeit des Kreislaufs (Perikard)

In dieser Zeit fühlt man sich wohlig müde, gut durchwärmt und entspannt, da während der Kreislaufmaximalzeit alle Hauptorgane erholen. Die gemütliche Zeit vor dem Fernseher ist also durchaus zu empfehlen – allerdings ohne Chips und Naschwerk!

21 bis 23 Uhr – 3-Erwärmer

Die Endokrinen Drüsen regenerieren sich. Wir sollten das auch. Nach der abendlichen Entspannung sollte der Nachtschlaf nicht zu lange auf sich warten lassen.

23 bis 1 Uhr – Maximalzeit der Gallenblase

Wer beim Essen gesündigt hat, könnte jetzt mit der Gallenblase auf Kriegsfuß stehen, denn die meisten Gallenkoliken treten um diese Zeit auf. Wer vernünftig gegessen und die Minimalzeit des Magens beachtet hat, muss nicht viel befürchten.

1 bis 3 Uhr – Maximalzeit der Leber

Unser Entgiftungsorgan wird zu dieser Zeit gut mit Alkohol und anderen Giften fertig. Wer danach noch glaubt weiter sündigen zu müssen, der kommt um einen gewaltigen Brummschädel oder andere Probleme nicht herum.

Minimalzeiten beachten

Während der Minimalzeiten der einzelnen Organe sollte alles unterlassen werden, was das jeweilige Organ beansprucht oder anstrengt. Medikamente, die man für ein Organ zu seiner Minimalzeit einnimmt, bringen nur eine stark verringerte, manchmal auch keine Wirkung.

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